Mobbing Infos

Mobbing am Arbeitsplatz

Rund 1,5 Millionen Menschen erleben jeden Tag in der Bundesrepublik Psychoterror am Arbeitsplatz. Viele dieser Betroffenen, aber auch Vorgesetzte und Kollegen, stehen oftmals hilflos vor diesem Problem. Mobbing-Betroffene werden gekündigt oder sind durch die langen Quälereien am Arbeitsplatz arbeitsunfähig geworden.

Mobbing ist was anderes als die alltäglichen Konflikte und Streitereien. Und: Das Thema ist keineswegs neu. Mobbing war schon immer ein Problem in der Arbeitswelt. Mit der zunehmenden Verschärfung von Leistungsdruck und Konkurrenz ist es höchst aktuell.

Mobbing (Arbeitsrecht)

Nachrichten-Blog

Dienstag, 12. Dezember 2017 - 09:38 Uhr
Mobbing am Arbeitsplatz: Eine ernsthafte Gefahr für alle Betroffenen

Die Schikane durch Kollegen und Vorgesetzte

Mobbing am Arbeitsplatz: Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Mobbing am Arbeitsplatz: Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Die Arbeitswelt bietet Raum für viele Arten von Konflikten, die zwischen einzelnen Arbeitnehmern und ihren Arbeitgebern entstehen. Diese lassen sich in den meisten Fällen friedlich und erwachsen aus der Welt schaffen.

Oft liegen auch nur einfache Missverständnisse vor. Komplexer und schwieriger wird jedoch es beim Thema Belästigung und üble Nachrede am Arbeitsplatz, oder kurz: Mobbing.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie sich das Arbeitsschutzgesetz zur Problematik Mobbing am Arbeitsplatz verhält, wie diese Art der Schikane im Detail funktioniert, und welche komplexen Ursachen dahinterstecken. Auch die Folgen, welche die ständigen Sticheleien der Kollegen nach sich ziehen, werden diskutiert.
Weiterlesen: Oben Titel/Überschrift anklicken
oder
https://www.arbeitsschutzgesetz.org/mobbing-am-arbeitsplatz/

Sonntag, 10. Dezember 2017 - 12:47 Uhr
Mobbing: Wort zum Sonntag – Webseiten von ehemalige Mobbingopfer entwerten den Begriff Mobbing?

Diskussionsbeitrag

Immer mehr Webseiten zu Mobbing von Mobbingopfer. Warum?
Versagen die Experten? Mobbingopfer die besseren Berater? Konkurrenz für die Experten und Mobbing Vereine? Mobbing ein Wirtschaftsfaktor?

Weiterlesen: Oben Titel/Überschrift anklicken

oder https://kdm13.wordpress.com/2017/12/09/mobbing-wort-zum-sonntag-webseiten-von-ehemalige-mobbingoper-entwerten-den-begriff-mobbing/

Dienstag, 14. November 2017 - 12:22 Uhr
14. Anti-Mobbing-Tag in Bremen am 2. Dezember 2017

Erich K. H. Kalkus: Der 14. Anti-Mobbing-Tag in Bremen am 2. Dezember 2017 soll in einer Bremer Aktion für Kinder (BAKI) als "vorläufiger Europäischer Anti-Mobbing-Tag" begangen werden; ich habe Herrn Dr. Carsten Sieling, Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, ersucht, die #Schirmherrschaft für diese #Bürgeraktion unter dem Motto "BREMEN TUT WAS!" zu übernehmen.

Mittwoch, 19. Juli 2017 - 06:51 Uhr
Antrag: Schutz vor Mobbing am Arbeitsplatz

Wenn Beschäftigte am Arbeitsplatz gemobbt werden – wenn sie also gezielt und systematisch mit Intrigen, Schikanen, Beleidigungen und Benachteiligungen konfrontiert werden, dann hat das weitreichende soziale Folgen und Gesundheitsrisiken für die Mobbing-Betroffenen. Und doch ist Mobbing ein bislang vernachlässigtes Problem in der Arbeitswelt. Vor Gericht haben Betroffene heute kaum Chancen Recht zu bekommen. Deshalb fordere ich ein Gesetz, das die Beschäftigten besser vor Mobbing schützt. Der Antrag wurde aber in der letzten Sitzungswoche abgelehnt.

In vielen Gesprächen, Expertenrunden und Diskussionen habe ich mich in den letzten drei Jahren intensiv mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Dabei wurde klar: Es muss dringend etwas getan werden. Spätestens seit dem Mobbing-Report aus dem Jahr 2002 ist bekannt, dass rund eine Millionen Menschen in Deutschland mit Mobbing eigene Erfahrungen machen mussten. Dennoch wird das Thema politisch weitgehend ignoriert.

Mobbing am Arbeitsplatz zielt auf die Psyche der Menschen. Die Betroffenen leiden unter den gezielten Angriffen auf ihre Persönlichkeit. Ihr Leben bekommt Risse. Sie verlieren häufig ihren Job. Es folgen oft Krankheit, Reha und im schlimmsten Fall bleibt am Schluss nur noch die Erwerbsminderungsrente. Aber Mobbing ist mit der bisherigen Rechtslage kaum zu greifen. Daher erfahren viele Betroffene vor Gericht kein Recht.

Mobbing gib es in allen Branchen und kann alle treffen, unabhängig vom Alter, der Tätigkeit oder der Beschäftigungsdauer. Folgenschwer für die betroffenen Beschäftigten ist insbesondere das so genannte „strategische Mobbing“, mit dem Arbeitgeber gezielt Beschäftigte loswerden wollen. Das strategische Mobbing soll dazu führen, dass die Betroffenen entweder „freiwillig“ kündigen oder eine Kündigung aufgrund der durch Mobbing bedingten abnehmenden Leistungsfähigkeit als berechtigt erscheint. Diese Art des Personalabbaus hat für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber den Vorteil, dass keinerlei Kündigungskosten entstehen. Gleichzeitig haben sie dabei keinerlei Risiko, denn es gibt bisher keine konsistente Gesetzgebung, die Mobbing wirklich sanktioniert.

Wir fordern ein Gesetz, das betroffene Beschäftigte wirkungsvoll vor Mobbing schützt und ihnen endlich reale Möglichkeiten eröffnet, vor Gericht Recht zu bekommen. Ausgangspunkt ist dabei die Schutz- und Fürsorgepflicht der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die sich aus dem Beschäftigungsverhältnis ergibt. Diese Pflicht gilt unmittelbar, sofern sie direkt an Mobbing beteiligt sind oder mittelbar, sofern sie bei Mobbing unter Kolleginnen und Kollegen nicht schützend eingreifen. Dabei geht es für einige Betroffene darum, den Arbeitsplatz zu behalten. Für die meisten der Mobbing-Betroffenen geht es um Entschädigungen und Abfindungen, aber vor allem auch darum, dass die erfahrene psychische Gewalt klar benannt und somit anerkannt wird. Notwendig sind deshalb Konkretisierungen im Arbeitsschutzgesetz und vor allem ein Gesetz zum Schutz vor Mobbing am Arbeitsplatz, das die Rechtsgrundlagen zum Schutz vor Mobbing endlich gesetzlich definiert.

Die Bundesregierung verweist bei Mobbing immer auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Doch das schützt nur bestimmte Personen vor Diskriminierung. Menschen dürfen danach nicht wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Hautfarbe, Ethnie, Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Wird eine Beschäftigte jedoch von ihrer Kollegin oder ihrem Chef aus anderen Gründen systematisch gemobbt, so gilt dieser Fall nach dem AGG nicht als Diskriminierung. Wir brauchen deshalb ein Gesetz zum Schutz vor Mobbing am Arbeitsplatz, das Mobbing analog zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz als Persönlichkeitsverletzung definiert und den Betroffenen ausreichend Schutz garantiert. Unser Antrag im Bundestag ist mehr als überfällig, denn die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dürfen sich bei Mobbing nicht aus der Verantwortung stehlen. Sie müssen verpflichtet werden, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, sobald sie von Mobbing in ihrem Betrieb erfahren. Passiert nichts, haben die Betroffenen die gleichen Rechte, wie diejenigen, für die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz greift. Auch Mobbing-Betroffene brauchen ein Leistungsverweigerungsrecht, Beweiserleichterungen und vor allem sollen sie den Schaden – materiell und immateriell – ersetzt bekommen. Es muss endlich klargestellt werden, dass sich die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen auch auf den Schutz vor Mobbing bezieht. Das stärkt die Betroffenen und wirkt gleichermaßen präventiv.

Quelle: http://www.mueller-gemmeke.de/antrag-schutz-vor-mobbing-am-arbeitsplatz/

#Arbeitsschutz #Arbeitswelt #Parlamentarisches #Bündnis90 #Die Grünen

Dienstag, 21. Februar 2017 - 22:35 Uhr
Krankschreibung durch Psychiater: Nicht immer die erste Wahl

Weil ich es gerade heute wieder praktiziert habe, ein kurzer Tipp zum Umgang mit Krankschreibungen durch den Facharzt für Psychiatrie.

In manchen Fällen (und bei manchen Arbeitgebern) ist es günstiger, eine AU vom Hausarzt vorzulegen.
Immer wieder höre ich, dass man als Patient doch „dazu stehen“ soll, dass man in psychiatrischer Behandlung ist und es deshalb auch kein Problem sein dürfe, wenn man eine Krankschreibung mit psychiatrischem Stempel beim Arbeitgeber abgibt.

Ich halte das für blauäugig. Vorurteile über und Vorbehalte gegen Menschen mit psychischen Störungen sind so weit verbreitet wie ehedem. Auch wenn der eine oder andere Arbeitskollege da nicht so denkt, muss das nicht für alle anderen zutreffen.
Ich gebe auch zu bedenken, dass die Verschwiegenheit der Personalabteilung zwar theoretisch verbindlich ist, man sich in der Praxis aber nicht darauf verlassen kann, dass nicht am Tag nach Abgabe der AU alle Mitarbeiter wissen, wer sie ausgestellt hat.

AU: Der Durchschlag für den Arbeitgeber enthält zwar keine Diagnose, aber den Stempel des ausstellenden Arztes
AU: Der Durchschlag für den Arbeitgeber enthält zwar keine Diagnose, aber den Stempel des ausstellenden Arztes

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen es nicht nur egal, sondern sogar ratsam ist, die psychiatrische Krankschreibung zu präsentieren. Dies wird immer dann der Fall sein, wenn ich als Patient a) nicht an diesem Arbeitsplatz bleiben kann oder will und b) ich einen Zusammenhang zwischen der Arbeit und meiner Erkrankung betonen möchte.

In allen anderen Fällen aber braucht man neben dem Psychiater auch einen guten Hausarzt. Dann kann man, wie es einige meiner Patienten machen, mit meiner AU zum Hausarzt gehen, der dann seinerseits eine hausärztliche Krankschreibung mit identischer Diagnose (für die Krankenkasse) und einen hausärztlichen Stempel (für den Arbeitgeber) ausstellt.

In Fällen einer längeren AU durch den Hausarzt ist diesem meist ein Bericht des Facharztes wichtig, um die Länge der Krankschreibung gegenüber der Kasse rechtfertigen zu können.

Also im Zweifelsfall dran denken, den Hausarzt zu fragen, ob er diese Vorgehensweise mitmacht.

Peter Teuschel

Quelle: http://schraeglage.blog/krankschreibung-durch-psychiater-nicht-immer-die-erste-wahl/ oder Überschrift anklicken!

Anmelden