Christine Lieberknecht

Christine Lieberknecht Ministerpräsidentin

Christine Lieberknecht Ministerpräsidentin

Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen: "Sehr geehrte Damen und Herren, Gesundheit und Zufriedenheit im Beruf sind unverzichtbare Vorausetzungen, um kreativ und leistungsfähig zu sein. Der sich vollziehende Wandel in der Arbeitswelt birgt Chancen aber auch Risiken.

Schwere körperliche Arbeit und technisch bedingte Risikofaktoren spielen im Arbeitsleben keine so bedeutende Rolle mehr wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Der Einzug neuer Technologien, der Wandel hin zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft, aber auch ein stärkerer Konkurrenzdruck gehen heute einher mit neuen beruflich bedingten Belastungen. Diese verstärkt auftretenden psychischen und nervlichen Belastungen können sich in Zeitdruck, in Stress, aber auch in Mobbing äußern.

Bedenklich stimmen Ergebnisse einer Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem Jahr 2002 zur Problematik Mobbing in der Bundesrepublik. Danach wird jede neunte Person im Laufe eines Arbeitslebens mindestens einmal gemobbt. Mobbing stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für Leben und Gesundheit dar, beeinträchtigt die Entfaltung der Persönlichkeit und führt zu einer erheblichen sekundären finanziellen Belastung der Solidargemeinschaft. Von Seiten der Wissenschaft wird von der Annahme ausgegangen, dass Mobbing nur in einer Unternehmenskultur vorkommen kann, die ein solches Verhalten zulässt oder sogar belohnt.

Die Thüringer Arbeitsschutzbehörden reagieren auf diese Herausforderung psychischer Fehlbelastungen. Das vorliegende Faltblatt gibt Betroffenen wichtige Informationen und Hinweise. Zugleich möchten wir mit diesem Faltblatt an Arbeitgeber und Arbeitnehmer appellieren, sich dieser Problematik anzunehmen."

Es steht außer Zweifel: Beim Mobbing gibt es nur Verlierer!

Christine Lieberknecht

Seit dem 30. Oktober 2009 Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen