Malu Dreyer

Statement zu Mobbing

Malu Dreyer (Autogrammkarte)

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz (26.02.2013: Sehr geehrter Herr May,
mir ist es ein besonderes Anliegen, dass wir das Thema Mobbing sowohl am Arbeits-platz als auch generell wirksam bekämpfen, denn Mobbing ist ein Phänomen, das alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft. So sind Männer, Frauen, Jugendliche und selbst Kinder gleichermaßen betroffen, ob am Arbeitsplatz, in der Schule, im privaten Be-reich oder im Internet. Für die Mobbingopfer bleibt dies nicht ohne Folgen. Häufig tre-ten Depressionen, Schlaf- und Essstörungen auf, teilweise auch Muskelerkrankungen.

Am Arbeitsplatz sind die Arbeitgeber in der Pflicht. Sie müssen sich mit dieser Thema-tik befassen und dies nicht nur aus Fürsorgegründen, denn ein gutes Betriebsklima fördert in Zeiten des Fachkräftemangels die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter an den Betrieb und wirkt sich generell positiv auf das Unternehmen aus. Ferner sehe ich neben den Arbeitsschutzexperten auch die Betriebs- und Personalvertretun-gen als wichtige Partner, die für diese Thematik verstärkt sensibilisiert werden müs-sen. Für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können Selbsthilfegruppen ein wichti-ges Instrument sein, um sich gegen Mobbing zu wehren.

Gefordert ist aber auch die Politik. Sie muss auf die Einhaltung der gesetzlichen Vor-gaben achten, um Mobbing wirkungsvoll zu bekämpfen, und den Mobbingopfern zu helfen.

Von großer Bedeutung ist ferner das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb begrüße ich es sehr, dass Sie sich dieses Themas annehmen und mit der
privaten Online-Bürgerinitiative „gemeinsam-gegen-mobbing“ allen Betroffenen wert-volle Informationen und Hilfe anbieten.

Dazu wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Malu Dreyer

STAATSKANZLEI RHEINLAND-PFALZ
DIE MINISTERPRÄSIDENTIN
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz

Hier das Orginal Statement (PDF)

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http://de.wikipedia.org/wiki/Malu_Dreyer