Ingelore Rosenkötter

Botschafterin gegen Mobbing

Ingelore Rosenkötter

Ingelore Rosenkötter, Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales (30.08.2010): Sehr geehrter Herr May, rund 1,5 Millionen Menschen im Jahr sind in Deutschland von Mobbing betroffen - und es kann jede und jeden treffen. Für die Betroffenen, für das Klima im Betrieb und für die Leistungsfähigkeit der Menschen sind die Folgen gravierend. Dabei ist Mobbing nicht nur auf den Arbeitsplatz beschränkt, auch im Internet findet Mobbing statt. Es erfüllt mich mit Sorge, dass die Zahl der Mobbingopfer in den letzten Jahren gestiegen ist. Betroffene müssen und können sich wehren. Dabei brauchen sie Unterstützung. Aufklärung zu diesem Thema hilft. Eine Aufgabe, bei der unter anderem Arbeitgeber, Gewerkschaften und Betriebsräte gefordert sind. Das Bundesland Bremen thematisiert das Thema in seiner Verwaltung ganz offensiv. Unter dem Motto "Mobbing? Ohne mich!" gibt es Kurse im Fortbildungsprogramm für den öffentlichen Dienst. Ziel dieses Seminars ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das nötige Handwerkszeug zu vermitteln, damit Sie präventiv und lösungsorientiert wirken können - ein konkretes und gutes Beispiel für aktives Handeln. Der Schutz vor Diskriminierung und vor Ausgrenzung ist eine Aufgabe, die alle angeht. Eine Herausforderung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, für Vereine und Verbände, für die Nachbarschaft und das ganz private Umfeld. Deswegen begrüße ich die Initiativen, die sich engagieren, die Betroffenen Hilfe anbieten.

Besten Gruß aus Bremen

Ingelore Rosenkötter – Wikipedia