Karl-Josef Laumann

Karl-Josef Laumann



Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 01.12.08:

„Mobbing ist unanständig und unakzeptabel!“

Das „Mobbing-Web.de“ ist eine gute Sache, weil es klar Stellung gegen eine schlimme Sache bezieht. Es müsste noch viel mehr solcher Bürgerinitiativen geben, denn Mobbing ist ein oft noch unterschätztes Problem.
Dabei leiden in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen unter Mobbing am Arbeitsplatz. Mobbing kann die Betroffenen wie auch die Unternehmen krank machen. Beim Mobbing gibt es nur Verlierer, und deshalb ist es so wichtig, dass etwas dagegen unternommen wird.

Mobbing-Opfer brauchen Hilfen. Das können engagierte Betriebs- und Personalräte sein, die sich um die Betroffenen kümmern. Das können Experten sein wie etwa an unserem nordrhein-westfälischen Mobbing-Telefon, der „Mobbing-Line“. Oder auch private Initiativen wie das Mobbing-Web, wo Mobbing-Opfer sich informieren und Rückhalt holen können. Entscheidend ist dabei die Feststellung: „Ich bin nicht allein und es gibt Hilfe!“.

Weil Unternehmen und Behörden eine hohe Verantwortung tragen, ihre Beschäftigten vor Mobbing zu schützen, haben wir in Nordrhein-Westfalen gerade einen Leitfaden für Führungskräfte bei Konflikten und Mobbing im Unternehmen vorgestellt. Hier finden sie ganz praktische Hilfsmittel zum Erkennen von und zum Umgang mit Mobbing. Dies ist übrigens auch im Eigeninteresse der Unternehmen, denn Mobbing schadet dem Betriebsklima, kostet viel Energie, Zeit und Geld.

Es ist gut, wenn viele Menschen Stellung beziehen und laut und deutlich sagen: „Mobbing ist unanständig und unakzeptabel!“ Das braucht manchmal Zivilcourage, aber es lohnt sich.

Die kostenlose Broschüre kann beim Ministerium angefordert werden und steht dort auch zum Download zur Verfügung: www.mags.nrw.de

Karl-Josef Laumann – Wikipedia

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