Jens Brandt

Jens Brandt

Jens Brandt, stellv. FDP-Kreisvorsitzender, Direktkandidat der FDP-Würzburg zur Landtagswahl 2008 (10.08.2008):

Sehr geehrter Herr May,

hier mein Statement, dass Sie gerne auf Ihrer Website veröffentlichen können.
Mobbing ein sehr wichtiges, aber auch sehr schwieriges Thema. Als Dipl.-Psychologe ist mir die Thematik sehr wohl bekannt und auch ein wenig vertraut.

Das Hauptproblem liegt m.E. darin, dass gesetzliche Regelungen erst greifen, wenn aus Mobbing Diskriminierung geworden ist. Doch dann ist es i.d.R. für die Betroffenen meist zu spät, da sie bereits massive Beeinträchtigungen erfahren haben, mit hohem Risiko für die psychische aber auch physische Gesundheit.

Das Problem muss daher viel früher angegangen werden und ist dabei nach meiner Einschätzung weniger eine politisches Fragestellung - wenngleich die Politik insbesondere mit Aufklärungsmaßnahmen ihren Beitrag leisten muss. Es ist nach meiner Erfahrung viel mehr eine Problematik, die im Organisationsklima angesiedelt ist. In einem guten Organisationsklima tritt Mobbing seltener auf bzw. wird frühzeitig unterbunden. Als Organisation sehe ich dabei nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch Schulen oder Institutionen wie die Bundeswehr.

Mobbing muss man dort entgegentreten, wo es auftritt. Also im Beruf im Team bzw. in der Abteilung, in Schulen in der Klasse oder bei der Bundeswehr im Zug.

Mehr als Politiker sind die jeweiligen Führungskräfte gefordert. Diese müssen für Mobbing sensiblisiert sein, um Wahrzeichen zu erkennen und frühzeitig reagieren zu können. Aber auch die Courage von Kollegen, Mitschülern oder Kameraden ist gefordert. So können insbesondere Defizite der Führungskraft im Umgang mit Mobbing - wenn es nicht sogar von dieser ausgeht - kompensiert und dirket vor Ort dem Mobbing entgegengewirkt werden.

Beim Thema Mobbing würde ich daher nicht strengere Gesetze fordern, zumal diese im Einzelfall - wenn sie überhaupt greifen - nur schwer durchzusetzen sind. Mobbing ist ein gesellschaftliches Problem. Die Gesellschaft, jede Führungskraft, jeder Lehrer, jeder Mitarbeiter, Mitschüler, Kamerad muss sich aktive gegen Mobbing stellen. Voraussetzung ist, dass Mobbing ernst genommen wird, was leider häufig nicht der Fall ist.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Brandt stellv. FDP-Kreisvorsitzender
Direktkandidat der FDP-Würzburg zur Landtagswahl am 28.09.08 FDP Liste 5 - Platz 2

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